Waldkindergarten Wichtelfreunde

 

Waldkindergarten Wichtelfreunde: Wasser

Wichtel über dem BachDie Landschaft hier an der Grenze von Bergischem Land und Westerwald ist durchzogen von vielen Quellen, die sich an jeder möglichen Stelle aus der Erde drängen und in kleinen Bächen die Waldlandschaft bereichern. Immer wieder entdecken wir neue solcher kleinen Wasserstraßen und fragen uns:
"Wo kommt all das Wasser her und wo mögen diese eifrigen Ströme enden?" So haben wir uns auf den Weg gemacht in Richtung Quelle stromabwärts und folgen diesen Fragen. Auf diesen "Pilgerwegen" unterhalten wir uns über den Wasserkreislauf oder über die Bedeutung des Wassers für den Menschen, die Tiere und die Pflanzen.
Eine Quelle zu suchen ist etwas Wunderbares. Den Ort aufzuspüren, an dem das Wasser den Boden verlässt und als Bach seinen Anfang nimmt, begeistert die Kinder immer wieder aufs Neue und regt sie zu weiterem Forschen an. "Was macht das Wasser unter der Erde?", "Wie kann es von selbst aufsteigen?" Bachabwärts das Wasser auf seiner Reise ein Stück weit zu begleiten und es irgendwann wieder seinem Schicksal zu überlassen und weiterziehen zu sehen, löst in uns die phantasievollsten Gedankenreisen aus. Wir sehen uns Bilder von Bächen, Flüssen, Seen und dem Meer an und stellen uns vor, wir selbst wären ein Tropfen Wasser auf der Reise....

Waldkindergarten Wichtelfreunde: Boote bauen

Der Frühling lockt und wir schwärmen aus in die Natur. In heiterer Stimmung erreichen wir den Bach. Auf der Wasseroberfläche tanzen erste Blättchen. Gräser werden von den Kindern sorgsam auf dem Wasser gebettet und von den kleinen Wellen sanft mitgetragen. "Schwimmt auch eine kleine Nussschale, eine Eichel oder gar ein Stein?"
Weiter gehen die Versuche. Stöcke, Zweiglein und kleine Muscheln werden ausprobiert. Wir falten am Ufer erste Schiffchen aus Papier. Schon tanzen ganze Schwärme mit weißen Segeln dahin, werden am Ufer begleitet und wieder aufgefangen. Später sitzen wir im Schatten eines großen Baumes und ich erzähle den Kindern die Geschichte von zwei Fröschen und ihrer Reise auf einem Floß.

"Wie kann man selbst ein Floß bauen?" fragen sich die Kinder.Floß Dieses Thema beschäftigt die Gruppe mehrere Wochen. Im Wald entsteht wie von Zauberhand ein Floß aus verkeilten Hölzern, mit dickem Mast und flatterndem Segel. Die ganze Welt wird von hier aus befahren. Und einer Abenteuergeschichte folgt die nächste. Dann fangen wir an zu schnitzen.

Die Kinder sitzen auf Baumstümpfen und bearbeiten Stöcke, schnitzen sie zurecht, so dass diese später mit dicker Schnur zu einem Floß verknotet werden können. Durch Wickeln, Binden und Schnüren entsteht schlussendlich eine Fläche. Ein knallrotes Segel mit einem Pferdewappen schmückt den Mast.

Eine lange Schnur und eine Spule zum Aufwickeln wird festgeknotet und soll verhindern, dass uns das Floß entwischt. Und jetzt endlich: "Ab zum Bach!"

Waldkindergarten Wichtelfreunde: Herstellen von Erd- und Steinfarben
Zutaten:Erdfarben
- Verschiedene Erdschichten als verschiedene Farben (Humus, Lehm, Sand...)
- Ziegelstein-Bruchstücke
- Bindemittel: Quark
- wenig Wasser

Erdfarben
Die Erdsorten werden je nach Konsistenz fein gesiebt, weich und geschmeidig geknetet oder fein zerbröselt und grobe Partikel aussortiert. Die Erde wird mit wenig Wasser angerührt. Als Bindemittel und Kleber pro Schälchen ca. 2-3 EL Quark zufügen. Alles gut vermischen.
Steinfarben
Die Ziegelstein-Bruchstücke werden auf einer Steinplatte mit einem Hammer sorgfältig zu feinem Pulver zerschlagen. Das Farbpigment wird anschließend mit wenig Wasser und Quark vermengt. Am besten arbeitet man auf fester Pappe und in großen Formaten mit unterschiedlichsten Pinseln, mit den Händen oder mit "Naturpinseln" wie Zweigen, Gräser, Stöcken usw. Kleine Naturgegenstände lassen sich ankleben. Mit Haarspray können die Bilder nach dem Trocknen nochmals gut zusätzlich fixiert werden.


Waldkindergarten Wichtelfreunde: Wurzelstrunk

Graben in der Erde ist eine der dringlichsten Tätigkeiten des Kindes. Das Erfahren dieser Masse, sie krümelig, fein oder matschig auf der Haut zu spüren, zieht jedes Kind in Bann.
Insofern haben uns die gewaltigen Stürme der letzten Monate ein neues Forschungsfeld eröffnet. Durch die gestürzten Tannen entstanden an deren Wurzeln Kletterparadiese und gleich daneben durch die aufgerissene Erdstelle wunderbare Buddelstellen mit ganz lockerer Erde. Dort konnten sich die Kinder nach Herzenslust betätigen, ohne den sonst harten, mit feinsten Wurzeln durchzogenen Boden zu zerstören. Hierbei ist anzuführen, dass wir im Wald nicht einfach an jeder beliebigen Stelle in der Erde graben, da wir den Waldboden als intaktes Versorgungssystem und als Lebensraum verstehen und achten. Hier aber konnten die Kinder mit Händen oder Schaufeln wühlen, bohren und matschen. Und wer genug in den Tiefen der Erde gegraben hatte, erklomm den Wurzelstrunk und gönnte sich den Ausblick von oben.


In sich gehen

Wenn einen die Luft umfängt wie ein warmer Mantel.
Wenn die Gedanken sanft kreisen.
Wenn die Seele ruht wie auf weichem Kissen.
Wenn die Bewegungen natürlich fließen.
Wenn die Augen milde und verbunden blicken.
Wenn der Mund von einem zarten Lächeln geschmückt sich zurückhält.

Wenn ein Mensch in sich geht...

Carmen Casagrande (Erzieherin)

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